I.B.T.® –  Integrative Bindungsorientierte Traumaarbeit
 
Manchmal müssen Kinder schon in sehr jungem Alter einen großen Schrecken erfahren oder schwierige Ereignisse durchleben.


 

Niemand möchte das für sein Kind, aber es passiert aus bestimmten, für die Eltern unter Umständen nicht veränderbaren Bedingungen. Wie alles im Leben können diese auch prägend sein oder die weitere Entwicklung beeinflussen. Teilweise wirken sie auch traumatisierend.

I.B.T.® –die Integrative Bindungsorientiere Traumaarbeit bietet mit ihrer Methode die Möglichkeit zur Traumaverarbeitung bei Säuglingen und Kleinkindern.

Andere Therapiemethoden setzen bei den Bezugspersonen an. I.B.T.® bietet die Chance auch direkt mit dem Kind selbst traumaintegrativ zu arbeiten. Dies kann die Wirksamkeit erheblich unterstützen.

Ablauf

In einem Vorgespräch mit den Bezugspersonen (ohne Kind) wird die Notwendigkeit einer Behandlung des Kindes geprüft, die Methode ausführlich besprochen und offene Fragen geklärt.

Vor der therapeutischen Arbeit mit dem Kind direkt, wird das für das Kind traumatisierende Ereignis mit den Bezugspersonen gemeinsam aufgearbeitet.

Im letzten Schritt erfolgt gemeinsam mit den Bezugspersonen die traumatherapeutische Behandlung des Kindes nach der I.B.T.® – Methode.

 


Traumatisierungen können in der Schwangerschaft, während der Geburt und in den ersten Lebensjahren geschehen. Frühe Traumata haben meist lebenslange Auswirkungen. Sehr junge Kinder sind zudem besonders auf ihre Bezugspersonen angewiesen. Häufig fühlen sich die Bezugspersonen jedoch hilflos im Umgang mit dem Verhalten traumatisierter Kindern, sodass frühe Bindungsstörungen die Folge sein können. 

 

Beispiele stark beeindruckender, möglicherweise traumatisierender Ereignisse für Säuglinge und Kleinkinder

  • schwierige Schwangerschaft / Schwangerschaftserleben
  • Geburt mit Komplikationen
  • Krankenhausaufenthalte des jungen Säuglings 
  • Krankenhausaufenthalt bei Frühgeburt
  • Operationen 
  • schmerzhafte medizinische Behandlungen

Mögliche Symptome einer Traumatisierung

  • Schlafstörungen
  • erhöhte Schreckhaftigkeit
  • Regulationsstörungen
  • Trennungsängste
  • panisches Weinen
  • plötzliches „Wegtreten“ etc.
 
Das Säuglinge und Kleinkinder nach belastenden Ereignissen Stress-Symptome zeigen ist nicht ungewöhnlich. Sie sind i.d.R. eindeutig auf die Belastung zurückzuführen. Leider „wächst sich nicht alles aus“ oder „wird einfach vergessen“. Bleiben diese frühen Traumatisierungen unbeachtet/ unbehandelt, entwickeln sich darauf hin möglicherweise weitere psychische und körperliche Erkrankungen oder auch Entwicklungsverzögerungen, die zu vermeiden wären, wenn früh eine Traumaverarbeitung erfolgt wäre.
 
 
Was ist ein Trauma ?

Es gibt vielfältige Varianten von Traumata. Allgemein spricht man dann von einem Trauma, wenn eine Person in der Vergangenheit ein oder mehrere Ereignisse erlebt hat, die mit einem enormen Stress und Gefühl von Hilfslosigkeit verbunden waren, und die noch heute im hier und jetzt als belastend erlebt werden.
Was für eine einzelne Person als Trauma erlebt wird, ist sehr individuell. So kann ein und dasselbe Ereignis für eine Person traumatisierend wirken, auf eine andere Person hingegen nicht. Auch das Miterleben eines belastenden Ereignisses oder das Wissen, das einer geliebten Person, etwas Belastendes geschieht, kann auf Menschen traumatisierend wirken. 

(nach Katrin Bogner – Begründerin der I.B.T.® Methode)

 
Nichts muss so schwierig bleiben wie es ist, wenn man es erkennt und den Mut hat zu handeln.

(Sabine Kälber)